Geschichte

Der KORSO e.V. wurde im November 2008 als Zusammenschluss säkularer Verbände in Deutschland gegründet. Er ging aus einer informellen Sichtungskommission hervor, die seit 2000 von dem Kulturwissenschaftler Horst Groschopp moderiert wurde. Gründungspräsident des KORSO war der Philosophieprofessor Dr. Frieder Otto Wolf, sein Stellvertreter der Publizist Carsten Frerk.

Gründungsmitglieder des KORSO waren:

Die bundesweit wirkenden Verbände:

  • Deutscher Freidenker-Verband (DFV)
  • Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW)
  • Humanistischer Verband Deutschlands (HVD)
  • Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA)
  • Jugendweihe Deutschland (JwD)

Die bundesweiten Akademien und Stiftungen:

  • Giordano-Bruno-Stiftung (gbs)
  • Humanistische Akademie Deutschlands (HAD)
  • Stiftung Geistesfreiheit (Hamburg)
  • Stiftung UNITATES

Die regionalen Organisationen und Stiftungen:

  • Humanismus Stiftung Berlin
  • Roter Baum (Dresden)

Die Humanistische Akademie Deutschlands und die Humanismus Stiftung Berlin verließen den KORSO kurz nach seiner Gründung.

Im Dezember 2012 übernahm dann der Physiker Helmut Fink den Vorsitz und blieb bis März 2019 an der Spitze des KORSO. Bei Strategieklausuren in Kassel (Mai 2014), Klingberg (Juni 2016) und Berlin (November 2018, siehe unten) verständigten sich Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsverbände über gemeinsame Themen und Positionen und darüber, wie der KORSO im Rahmen seiner Möglichkeiten und zur Verfügung stehender Ressourcen in die Öffentlichkeit wirken könnte.

Zum Jahresbeginn 2017 brachte der KORSO eine Broschüre über seine Ziele, seine Forderungen und seine Mitgliedsverbände heraus (Neuauflage der Broschüre im September 2019). Am 13. Januar 2017 stellten der Vorsitzende Helmut Fink und sein Stellvertreter Prof. Dr. Helmut Kramer die Arbeit des KORSO in einer Pressekonferenz im Bundespressehaus Berlin vor.

In der Ratsversammlung Anfang März 2017 wurde der Bund für Geistesfreiheit bfg Bayern als neues Mitglied in  den KORSO aufgenommen. Im Anschluss an die Ratsversammlung 2017 umriss der Vorsitzende Helmut Fink seine Pläne in einem Interview mit dem hpd.

Zur Bundestagswahl 2017 veröffentlichte der KORSO Anfang September Wahlprüfsteine mit Antworten einiger für den Bundestag kandidierenden Parteien.

Zum 31.12.2017 verließ „UNITATES, Stiftung der Unitarier, Religionsgemeinschaft freien Glaubens e.V.“ (vormals „Stiftung UNITATES“) den KORSO.

Im November 2018 im Rahmen der Säkularen Woche verständigten sich Vortreter der KORSO-Mitgliedsverbände in einer weiteren Strategieklausur in Berlin über die künftige Zusammenarbeit und verabschiedeten eine gemeinsame Resolution zum säkularen Staatsverständnis.

Ende März 2019 übernahm der Wahrnehmungspsychologe Dr. Rainer Rosenzweig den Vorsitz des KORSO. In einem Interview mit dem hpd im Mai 2019 stellt Rosenzweig einen „Ausdifferenzierungsprozess“ im humanistischen Spektrum fest, der statt der Verfolgung von Partikularinteressen einzelner Verbände künftig ein gemeinsames Agieren ermöglichen könnte. Er bezeichnet die gegenwärtige Entwicklung als „historische Chance, alte Grabenkämpfe zu überwinden“ und beschreibt den KORSO als Dienstleister, der im Rahmen eines realistischen Verständnisses seiner Möglichkeiten und Grenzen, gemeinsame Interessen der säkularen Verbände definieren und vorantreiben kann.

Zum Deutschen Humanistentag 2019 in Hamburg präsentierte der KORSO die Neuauflage der Broschüre über Ziele, Forderungen und Mitgliedsverbände des KORSO. Im November unternahm eine Delegation des KORSO erste Gespräche mit den religionspolitischen Sprechern der Fraktionen des Deutschen Bundestages. Zum Jahreswechsel 2019/2020 veröffentlichte Rosenzweig als KORSO-Vorsitzender Gedanken zum Aufbruch ins säkulare Jahrzehnt.

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