Lebensende

Selbstbestimmung bis zuletzt

Die säkularen Organisationen sind sich der Komplexität medizinischer, ethischer und sozialer Problemlagen am Lebensende bewusst. Sie lehnen jedoch religiöse Vorgaben, die die Verfügungsgewalt der Menschen über ihr eigenes Leben grundsätzlich leugnen oder einschränken, ab. Die Autonomie der Betroffenen ist aus säkularer Sicht ein Grundwert, der nicht durch Bevormundung (Paternalismus) ausgehöhlt werden darf.

Der KORSO begrüßt die gesetzlich festgeschriebene Verbindlichkeit von Patientenverfügungen, kritisierte die im Jahr 2015 zeitweise in Kraft getretene Verschärfung der Gesetzeslage zum ärztlich assistierten Suizid (§ 217 StGB), die glücklicherweise vom Bundesverfassungsgericht am 26. Februar 2020 wieder aufgehoben wurde. Hier hatte die Politik eine unglückliche Regelungswut entfaltet, was höchstgerichtlich zu korrigieren war. Um diese Haltung zu verdeutlichen, ist der KORSO dem Bündnis für Selbstbestimmung bis zum Lebensende beigetreten.

Das Institut für Weltanschauungsrecht (ifw) legte am 15.11.2017 eine Auswertung der Positionen der im 19. Deutschen Bundestag vertretenen Parteien zum § 217 StGB vor.

Am 22. Januar 2021 veranstaltete der KORSO eine Videokonferenz zu diesem Thema.

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