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	<title>Koordinierungsrat säkularer Organisationen</title>
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	<description>Bündnis von Interessenvertretungen konfessionsfreier Menschen in Deutschland</description>
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		<title>Offener Brief an Erzbischof Zollitsch</title>
		<link>http://www.korso-deutschland.de/2011/04/26/offener-brief-an-herrn-zollitsch/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 17:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cfrerk24101945</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>

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		<description><![CDATA[An Seine Exzellenz, den Erzbischof von Freiburg und Vorsitzenden der Deutschen Bischofkonferenz, Herrn Dr. h.c. Robert Zollitsch Schoferstr. 2 79098 Freiburg i. Br. &#160; 25. April 2011 Sehr geehrter Herr Dr. Zollitsch, das Magazin FOCUS berichtete am 22. April 2011, dass Sie in einem Interview mit dem Magazin sagten: „Die demokratische Grundeinstellung unserer Abgeordneten wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An Seine Exzellenz, den Erzbischof von Freiburg<br />
und Vorsitzenden der Deutschen Bischofkonferenz,<br />
Herrn Dr. h.c. Robert Zollitsch<br />
Schoferstr. 2<br />
79098 Freiburg i. Br.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>25. April 2011</p>
<p>Sehr geehrter Herr Dr. Zollitsch,</p>
<p>das Magazin FOCUS berichtete am 22. April 2011, dass Sie in einem Interview mit dem Magazin sagten:<br />
„Die demokratische Grundeinstellung unserer Abgeordneten wird sich an deren Präsenz im Bundestag während der Rede zeigen. Es würde für sich sprechen, wenn jemand aus Protest dieser für unser Land historischen Stunde fern bliebe.“ Und: Die „Papst-Rede wird Prüfstein für deutsche Politiker“</p>
<p>Als Sprecher säkularer Menschen in Deutschland möchten wir Sie mit großem Nachdruck darauf hinwiesen, dass die Bundesrepublik Deutschland ein demokratisches Gemeinwesen und Heimstatt aller Bürger ist, gleich welcher Konfession oder Weltanschauung.</p>
<p>Nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (Artikel 38) sind die Abgeordneten des Deutschen Bundestages Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden nur ihrem Gewissen unterworfen.</p>
<p>Das gleiche Grundgesetz, das Ihnen Rede- und Meinungsfreiheit gewährleistet, gibt auch jedem Mitglied des Bundestages das Recht, sich die Rede des Souveräns einer mittelalterlichen, absoluten Monarchie in Italien nicht anhören zu müssen.</p>
<p>Auch wenn Sie das als Mitglied einer Religionsgesellschaft, die von einem absoluten Monarchen geleitet wird, vielleicht nicht verstehen können, steht es Ihnen nicht an, zu versuchen, in die verfassungsmäßigen Rechte von Angeordneten des Deutschen Bundestages einzugreifen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>Prof. Dr. Frieder Otto Wolf         Dr. Carsten Frerk</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein allererster, aber immer noch viel zu zögerlicher Schritt</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 19:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommentar: Eine Gruppe von prominenten katholischen Laien um den Bundestagspräsidenten Lammert hat von den deutschen Bischöfen jetzt gefordert, endlich den Zölibatszwang für Priester abzuschaffen. Das wäre ein schon lange überfälliger allererster Schritt, mit dem leider nicht zu rechnen ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kommentar zur letzten katholischen Laieninitiative für die Abschaffung des Zölibats von Frieder Otto Wolf.</em></p>
<p>Eine Gruppe von prominenten katholischen Laien um den Bundestagspräsidenten Lammert hat von den deutschen Bischöfen jetzt gefordert, endlich den Zölibatszwang für Priester abzuschaffen. Das wäre ein schon lange überfälliger allererster Schritt, mit dem leider nicht zu rechnen ist. Aber auch dieser Schritt würde nicht ausreichen, um die katholische Kirche in Deutschland wirklich in der gesellschaftlichen Gegenwart ankommen zu lassen. Und zwar nicht deswegen, weil für jeden erwachsenen Menschen der Ehestand anzustreben wäre – darüber gibt es sehr berechtigten Streit.</p>
<p>Sondern weil es eine nicht hinnehmbare Diskriminierung ist, einer ganzen Berufsgruppe vom Gemeindepfarrer bis zum Kardinal die Möglichkeit einer Eheschließung zu verwehren. Und selbstverständlich auch, weil es indirekt dazu führt, dass die real existierenden, aber offiziell verleugneten LebenspartnerInnen noch weit schärfer diskriminiert werden.</p>
<p>Sicherlich muss niemand Priester werden – insofern ist das Zölibat formell freiwillig -, aber es gibt nun einmal Menschen hier und heute, die Priester werden wollen, weil sie glauben, dass sie das werden müssen („Berufung“). Und niemand kann leugnen, dass auch diese ein Problem mit dem Zölibat haben.</p>
<p>Nehmen wir also einfach nur Bezug auf die Menschenrechte, wie sie von der UNO, vom Europarat deklariert und vom Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in positives Verfassungsrecht umgesetzt worden sind: Wer das will, dem muss die Lebensform der staatlich sanktionierten Ehe zugänglich gemacht werden.</p>
<p>Das ist eine Minimalbedingung dafür, sich im Rahmen der hierzulande geltenden Verfassung in ihrer gegenwärtigen Interpretation zu bewegen. Wenn dies klar ist und diese menschenrechtliche Argumentation ernsthaft nachvollzogen wird, dann drängen sich sofort zwei weitere Fragenkomplexe auf:</p>
<p>1.    Niemand darf wegen seines Geschlechtes diskriminiert werden – Wo bleibt also die Initiative zur Öffnung des Priesteramtes für Frauen?</p>
<p>Manche werden vielleicht sagen: Priester gehören abgeschafft, also ist es besser, dass Frauen gar nicht erst Priesterinnen werden. So können Menschenrechte aber nicht funktionieren, wie sich am Beispiel der Soldatinnen gezeigt hat.</p>
<p>Solange es Frauen gibt, die das ernsthaft wollen, kann Frauen der Zugang zu einem derartigen Beruf – wenn überhaupt – nur aus ernsthaften, sachlichen Gründen verwehrt werden, die letztlich aus den Spezifika des weiblichen Organismus zu begründen wären.</p>
<p>Unabhängig von der durchaus spannenden Frage, ob es überhaupt derartige Bereiche gibt, in denen dies gilt, kann jedenfalls festgehalten werden, dass es derartige sachliche Gründe für den Ausschluss von Frauen aus dem Priesteramt einfach nicht gibt. Das beweisen allein schon die erfolgreich praktizierenden Priesterinnen in anderen, sonst mit der katholischen Kirche vergleichbaren christlichen Kirchen.</p>
<p>2.    Und niemand darf wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden, wobei klar sein sollte, dass etwa Gewalttätigkeit oder Ausbeutung von Abhängigen nicht durch Berufung auf eine entsprechende ‚sexuelle Orientierung‘ zu rechtfertigen sind – Wo bleibt die Initiative der katholischen Laien etwa zur vollen Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben in ihrer Kirche?</p>
<p>Wer unter den KatholikInnen tritt überhaupt dafür ein, dass alle Ausgestaltungen menschlicher Sexualität, die sich an das Gebot der Respektierung der anderen halten, mit der Ausübung des Priesteramtes vereinbar sein sollen?</p>
<p>Gewiss sollten sich die säkular gesonnenen Menschen nicht einbilden, dass sie ihre Sexualität ohne Konflikte und Probleme praktizieren können, bloß weil (und insofern) sie sich von derart überholten Formen einer patriarchalischen Moral befreit haben. Davon sind wir immer noch ein ordentliches Stück weit entfernt.</p>
<p>Und vielleicht lassen sich hier Leiden, Unbehagen und Unglück auch unter emanzipierten und säkularen Menschen nicht vermeiden.Aber das ist kein Grund, ein menschenrechtlich befreites Verhältnis zur menschlichen Sexualität und zu ihren je individuellen Ausprägungen gar nicht erst zu suchen.</p>
<p>Das mag schwierig sein und manche Menschen werden sich vielleicht wünschen, dass ihnen eine ‚höhere Instanz‘ diese schwierige Sorge abnimmt. In selbstgewählten und -gefundenen Formen immer wieder nach der Ausbalancierung von Arbeit und Liebe zu streben, wie dies der ungläubige Jude Sigmund Freud einst aus wissenschaftlicher Einsicht heraus postuliert hat.</p>
<p>Dennoch gilt gerade hier, wo sich so viel in menschlichen Lebensweisen und Lebensentwürfen entscheidet: Erst dann, wenn die katholische Kirche genau dies unverkürzt auch ihren Priestern zugesteht &#8211; erst dann wird es möglich sein, sie in der Gegenwart zu begrüßen: als eine als solche ernst zu nehmende, wirklich zeitgenössische Weltanschauungsgemeinschaft, die sich im Rahmen der Menschenrechte bewegt.</p>
<p>Davon ist sie immer noch sehr weit entfernt. Aber auch kleine erste Schritte wären ein wirklicher Fortschritt!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>DFW: Laizismus ist Voraussetzung für Religionsfreiheit</title>
		<link>http://www.korso-deutschland.de/2011/01/13/dfw-laizismus-ist-voraussetzung-fur-religionsfreiheit/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Jan 2011 00:26:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) hat in einer Erklärung zur Neujahrsansprache von Papst Benedikt XVI. die Perspektiven angemessen korrigiert. So schreibt die Präsidentin des DFW, Renate Bauer: „In seiner Ansprache an Neujahr 2011 bezeichnete Benedikt XVI. den Laizismus als Angriff auf die Religionsfreiheit und verfälschte dabei die Beziehung zwischen beiden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Dachverband Freier  Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) hat in einer Erklärung zur  Neujahrsansprache von Papst Benedikt XVI. die Perspektiven angemessen  korrigiert.</p>
<p>So schreibt die Präsidentin des DFW, Renate Bauer: „In seiner  Ansprache an Neujahr 2011 bezeichnete Benedikt XVI. den Laizismus als  Angriff auf die Religionsfreiheit und verfälschte dabei die Beziehung  zwischen beiden.</p>
<p>Das Menschenrecht auf Religions- und Glaubensfreiheit umfasst nicht  nur die Freiheit der Wahl einer Religion oder Weltanschauung, sondern  auch die Ablehnung von beidem, es umfasst weiter das Recht, sich mit  anderen zusammenzuschließen zur gemeinsamen Ausübung einer Auffassung.  Es beinhaltet nicht die Privilegierung bestimmter religiöser  Institutionen oder religiöser Institutionen überhaupt. Wenn ein Staat  Handlungen religiöser Organisationen unterstützen will, dann geht das  nur im Rahmen der Gleichbehandlung aller religiösen/weltanschaulichen  Institutionen. Dadurch gewinnen diese Institutionen aber nicht das Recht  auf Bevorzugung vor anderen Institutionen. Ausübung einer Religion oder  Weltanschauung ist das Recht des Individuums, auch wenn sich viele bei  der Ausübung dieses Rechtes öffentlich zusammentun. Der Ausgangspunkt  ist der Mensch und nicht eine Institution. Denn das Individuum ist für  Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung zu ziehen. Diese  Individualisierung im Strafrecht ist offensichtlich im Vatikan noch  nicht angekommen.</p>
<p>Laizismus ist daher nicht ein Angriff auf die Religionsfreiheit, sondern deren Voraussetzung.</p>
<p>Er ist eine Forderung nach Achtung der Menschenrechte und der  Gleichbehandlung aller religiösen und weltanschaulichen Organisationen  durch den Staat.</p>
<p>Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften, ein  Zusammenschluss säkularer und freigeistiger Organisationen, findet es  daher erschreckend, wie wenig der Papst die Notwendigkeit einer  säkularen, religiös-weltanschaulich neutralen Struktur in den modernen  Demokratien anerkennt, und stattdessen die Voraussetzung von  Religionsfreiheit überhaupt mit dem Übel des Fundamentalismus  gleichsetzt.“</p>
<p>Quelle: http://hpd.de/node/10969</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Frieder Otto Wolf kritisiert EKD-Präses Schneider</title>
		<link>http://www.korso-deutschland.de/2011/01/12/frieder-otto-wolf-kritisiert-ekd-prases-schneider/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 23:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[wissenrockt.de: Einen lauten und aggressiven Atheismus beschrieb Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, am Montag auf der Landessynode in Bad Neuenahr. Frieder Otto Wolf, Philosoph und Repräsentant konfessionsfreier Menschen, sieht wegen der Worte des Theologen Klärungsbedarf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen lauten und aggressiven Atheismus beschrieb Nikolaus Schneider,  Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, am Montag auf der  Landessynode in Bad Neuenahr. Frieder Otto Wolf, Philosoph und  Repräsentant konfessionsfreier Menschen, sieht wegen der Worte des  Theologen Klärungsbedarf</p>
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<p>Zu Schneiders <a href="http://www.ekir.de/landessynode-2011/?p=499" target="_blank">Meinungen</a> gegenüber den Themen Atheismus und Islam verfasste Wolf einen „offenbar  notwendigen Kommentar“. Die Formulierungen Schneiders seien keine  “lässliche Sünde”, erklärt er darin und fragt, ob der Theologe „wirklich  beanspruchen kann, von der Aufklärung und der Religionskritik gelernt  zu haben.“</p>
<p><em>Frieder Otto Wolf kommentiert Nikolaus Schneiders Auffassung zu  „Atheismus“ und „Islam“. Der Philosoph lehrt an der Freien Universität  Berlin und ist amtierender Präsident des Humanistischen Verbandes und  Vorsitzender des Koordinierungsrates säkularer Organisationen in  Deutschland.<br />
</em></p>
<p>Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat  in seinem Bericht an die 62. ordentlichen Landessynode in Bad Neuenahr  am 10. Januar 2011 die folgende suggestive Formulierung gefunden:</p>
<p>„Zwei Phänomene empfinde ich gegenwärtig für unser Reden von Gott als  Beschwernis und Chance zugleich: Zum einen wird der Atheismus lauter  und aggressiver. Zum anderen tritt der Islam unbefangen und von  Auf­klärung und Religionskritik kaum irritiert in unserer Gesellschaft  auf.</p>
<p>Beides fordert heraus, Stellung zu nehmen und die eigenen religiösen  Wurzeln und Glaubensinhalte neu zu reflektieren. Wir Christinnen und  Christen und unsere Kirche haben die Aufgabe und die Chance, von der  Heiligen Schrift inspirierte Gottesvorstellungen und Lebenskonzepte zu  vertreten und zu leben und darin ganz konkret ‚missionarisch  Volkskirche‘ zu sein.“</p>
<p>Es geht hier um das Selbstverständnis der Evangelischen Kirche als  eine „Volkskirche“ mit dem Anspruch, ein „wir“ der „Christinnen und  Christen“ zu vertreten und dafür „missionarisch“ zu wirken.</p>
<p>Dass dieser Anspruch unter den real existierenden „ChristInnen“  hierzulande umstritten ist – welcher Katholik möchte wohl von Präses  Schneider „missioniert“ werden und was heißt in einer wirklich  zeitgenössischen Theologie überhaupt noch „Mission“? – muss säkular und  humanistisch denkende Menschen nicht viel angehen.</p>
<p>Aber sowohl das Konzept der „Missionierung“ als auch das Konzept der  „Volkskirche“ laden zu kritischen Rückfragen ein: Ist hier eine „Kirche  von unten“ gemeint, die durch das „Kirchenvolk“ bestimmt wird?</p>
<p>Oder geht es darum, die Zugehörigkeit zum „Volk“ – ich wage hier  angesichts der deutschen Geschichte keine attributive Bestimmung  (deutsch? europäisch? abendländisch? westlich?) – irgendwie, und sei es  auch nur ‚historisch’ an „die Kirche“ (welche – die eigene von Herrn  Schneider?) zu binden.</p>
<p>Und dem gemäß alle „Andersartigen“ aus diesem „Volk“ mehr oder minder  freundlich hinaus zu komplimentieren? Ich finde, Herr Schneider bleibt  hier in fahrlässiger Weise zweideutig – und das ist für einen  Intellektuellen, um mich theologisch verständlich auszudrücken, die  „Sünde wider den Heiligen Geist“!</p>
<p>Damit sind wir noch gar nicht bei der Rede über „Beschwernis und  Chance“ für das „Reden von Gott“ dieses zweideutig bleibenden „wir“.</p>
<p>Es fällt doch auf, wie hier zwei Pauschalisierungen miteinander  kombiniert werden: „Der Islam“ und „der Atheismus“ werden zu  historischen Subjekten imaginiert – was sie sicherlich nicht sind – für  eine intellektuell redliche Debatte ist hier zu fordern, dass klar  angegeben wird, von was jeweils geredet wird.</p>
<p>Gewiss gibt es auch Aussagen über den Atheismus im Allgemeinen, die  für den sogenannten „alten“ und den sogenannten „neuen Atheismus“  gleichermaßen sinnvoll und richtig sind oder über den Islam im  Allgemeinen, die Sunna und Schia, sowohl  etwa Wahhabiten als auch  Sufis, sowohl magrebinische oder türkische, als auch indische oder  indonesische Muslime in gleicher Weise charakterisieren.</p>
<p>Aber die hier getroffene Aussage – die eigentlich gar nichts mitteilt  außer einer Bewertung –, dass nämlich „der Atheismus lauter und  aggressiver“ und „der Islam unbefangen und von Auf­klärung und  Religionskritik kaum irritiert in unserer Gesellschaft auf[tritt]“  beziehen sich genau betrachtet nicht auf Atheismus und Islam im  Allgemeinen, sondern auf spezifische Tendenzen atheistischer Publizistik  zum einen und auf die Tätigkeit bestimmter muslimischer Gruppen zum  anderen.</p>
<p>Darüber wäre jeweils spezifischer zu reden und es wäre auch zu  fragen, wie „laut und aggressiv“ Vertreter des Christentums auftreten  und welche Christengruppen nicht weniger „unbefangen und von Auf­klärung  und Religionskritik kaum irritiert in unserer Gesellschaft  auf[treten]“.</p>
<p>Sogar Präses Schneider muss sich die Frage gefallen lassen, ob die –  zugegeben ziemlich unauffällige – Art, wie er hier daran mitstrickt,  intellektuelle und soziale Auseinandersetzungen zu einem „Kampf der  Kulturen“ zu stilisieren, wirklich beanspruchen kann, von der Aufklärung  und der Religionskritik gelernt zu haben.</p>
<p>Und dies ist in einer gesellschaftlichen Krisensituation, in der zum  einen leider gewichtige Kräfte nach neuen Ketzerprozessen rufen und zum  anderen von rechtsextremer Seite eine antimuslimische, wie ich sagen  würde „neorassistische“ Hetze betrieben wird, leider – wiederum  theologisch verständlich ausgedrückt – keine „lässliche Sünde“.</p>
<p>Quelle: http://www.wissenrockt.de/2011/01/12/frieder-otto-wolf-kritisiert-ekd-prases-schneider-14946/</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ja zur Präimplantationsdiagnostik (PID)</title>
		<link>http://www.korso-deutschland.de/2011/01/03/ja-zur-praimplantationsdiagnostik-pid/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 23:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Vorstand des KORSO unterstützt die Stellungnahme des Humanistischen Verbandes Deutschland zur Debatte um die gesetzlich Neuregeluung der Präimplantationsdiagnostik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vorstand des KORSO unterstützt die Stellungnahme des Humanistischen Verbandes Deutschland zur Debatte um die gesetzlich Neuregeluung der Präimplantationsdiagnostik.</p>
<p>Der Humanistische Verband Deutschlands e.V. (HVD) begrüßt den fraktionsübergreifenden Antrag der Bundestagsabgeordneten Carola Reimann, Ulrike Flach, Peter Hintze, Jerzy Montag und anderen, Präimplantationsdiagnostik (PID) in Ausnahmefällen unter strengen Regeln zuzulassen. Für die betroffenen Eltern, aber auch die behandelnden Ärzte wird so Rechtssicherheit geschaffen. Die Pflicht zu humangenetischer und psychosozialer Beratung, die Einbindung von Ethikkommissionen und die Regelung, dass PID nur in lizenzierten Zentren durchgeführt werden darf, dienen dem Zweck, Missbrauch zu verhindern und werden hoffentlich dazu führen, dass ein Großteil der Abgeordneten diesem Gesetz zustimmen wird.</p>
<p>Die beiden noch angekündigten Anträge, die die PID völlig verbieten bzw. noch stärker einschränken wollen, hält der HVD für frauenfeindlich und inhuman. Ein Paar, das um die Möglichkeit einer schweren Erbkrankheit weiß und den schweren Weg einer künstlichen Befruchtung auf sich nimmt, muss die Möglichkeit haben, die moderne medizinische Diagnostik zu nutzen. Wenn dies nicht möglich ist, bedeutet die Alternative eine unzumutbare, weil vermeidbare Belastung der Frau: Dann bleibt dieser häufig nur eine Abtreibung, wenn nach der Einpflanzung des Embryos eine Schädigung festgestellt wird.</p>
<p>Den betroffenen Paaren kann in diesen Fragen nicht das Recht auf selbstbestimmte Entscheidungen genommen werden. Da es sich um Erbkrankheiten handelt, besteht in der Regel eine konkrete Erfahrung des Lebens mit dieser Krankheit. Die Eltern verfügen deshalb über die nötige Kompetenz, zu entscheiden, ob ein Kind mit dieser Veranlagung ausgetragen werden soll. Der HVD hofft, dass die Abgeordneten des Deutschen Bundestages in dieser Frage letztlich ebenso „vernünftig“ entscheiden, wie sie es im Juni vergangenen Jahres bei der Patientenverfügung taten.“</p>
<p>Quelle: http://www.humanismus.de/aktuelles/ja-zur-pr%C3%A4implantationsdiagnostik-pid</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Humanistischer Verband gegen Papstrede im Bundestag</title>
		<link>http://www.korso-deutschland.de/2010/12/28/humanistischer-verband-gegen-papstrede-im-bundestag/</link>
		<comments>http://www.korso-deutschland.de/2010/12/28/humanistischer-verband-gegen-papstrede-im-bundestag/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Dec 2010 23:45:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.korso-deutschland.de/?p=288</guid>
		<description><![CDATA[wissenrockt.de: Der Papst, so Wolf, ist kein „wirkliches Staatsoberhaupt“. Er teile die Einschätzung, dass Benedikt XVI. nicht als höchster Repräsentant eines souveränen Staates sondern als Kirchenführer auftritt. Er kritisierte auch den Monopolanspruch „der katholischen Fassung der christlichen Religion“ auf Vernunft und Moral.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frieder Otto Wolf, amtierender Präsident des Humanistischen  Verbandes, hat sich ebenfalls gegen einen Auftritt von Papst Benedikt  XVI. im Bundestag ausgesprochen.</p>
<p>Der Papst, so Wolf, ist kein „wirkliches Staatsoberhaupt“. Er teile  die Einschätzung, dass Benedikt XVI. nicht als höchster Repräsentant  eines souveränen Staates sondern als Kirchenführer auftritt.</p>
<p>Er kritisierte auch den Monopolanspruch „der katholischen Fassung der christlichen Religion“ auf Vernunft und Moral.</p>
<p>Frieder Otto Wolf äußerte außerdem die Befürchtung, dass durch eine  Rede vor dem Parlament “der Propagierung eines rationalen und  moralischen Vorranges des Katholizismus Vorschub geleistet wird – wie  sie aus guten Gründen in Deutschland mit großer Mehrheit nicht  akzeptiert wird und vernünftigerweise auch nicht akzeptiert werden  kann.“</p>
<p>Benedikt XVI. wird vom 22. bis 25. September 2011 einen offiziellen Besuch in Deutschland absolvieren. Kritik wurde von säkularen Organisationen unter anderem am geplanten Auftritt vor dem Parlament geäußert, der auf Betreiben von Kirchenpolitikern arrangiert worden war.</p>
<p>Quelle: http://www.wissenrockt.de/2010/12/28/humanistischer-verband-gegen-papstrede-im-bundestag-14167/</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>“Was hat ein Antidemokrat den Demokraten mitzuteilen?”</title>
		<link>http://www.korso-deutschland.de/2010/12/22/was-hat-ein-antidemokrat-den-demokraten-mitzuteilen/</link>
		<comments>http://www.korso-deutschland.de/2010/12/22/was-hat-ein-antidemokrat-den-demokraten-mitzuteilen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 23:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.korso-deutschland.de/?p=281</guid>
		<description><![CDATA[wissenrockt.de: Rudolf Ladwig, zweiter Vorsitzender des IBKA, hat ausführlich zur geplanten Papstrede im Deutschen Bundestag Stellung genommen. Im Interview kritisiert er die mangelnde Anerkennung  der Menschenrechte durch Benedikt XVI. Zudem verweist er auf die fragwürdige Qualität des “Heiligen Stuhls” als souveränem Staat und bezweifelt den Vertretungsanspruch des Kirchenführers. Die Einladung in das Parlament sei ein “Akt schamloser Dreistigkeit”, mögliche Folgen des Bruchs mit säkularen Grundsätzen bezeichnet er als “aberwitzig”.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rudolf Ladwig, zweiter Vorsitzender des IBKA, hat ausführlich zur  geplanten Papstrede im Deutschen Bundestag Stellung genommen. Im  Interview kritisiert er die mangelnde Anerkennung  der Menschenrechte  durch Benedikt XVI.<img src="http://ad.zanox.com/ppv/?15652055C2112861119" border="0" alt="" hspace="1" width="1" height="1" align="bottom" /></p>
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<p>Zudem verweist er auf die fragwürdige Qualität des “Heiligen Stuhls”  als souveränem Staat und bezweifelt den Vertretungsanspruch des  Kirchenführers. Die Einladung in das Parlament sei ein “Akt schamloser  Dreistigkeit”, mögliche Folgen des Bruchs mit säkularen Grundsätzen  bezeichnet er als “aberwitzig”.</p>
<p><em>Wie stehen Sie zum Staatsbesuch von Papst Benedikt XVI. im nächsten Jahr?</em></p>
<p><strong>Rudolf Ladwig:</strong> Ist diese Missionsreise denn überhaupt ein Staatsbesuch? Die DBK spricht von einer ‘Pastoralreise’.</p>
<p><em>Das würde der Argumentation für eine Rede im Parlament vollkommen  den Boden entziehen. Die Befürworter des Auftritts meinen, Benedikt  XVI. würde als Staatsoberhaupt auftreten.</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> Ratzinger ist ja Mehrerlei. Einerseits ist  er das Staatsoberhaupt des Winzstaates Vatikanstadt. Andernseits ist er  als Person das nichtstaatliche Völkerrechtssubjekt ‘Heiliger Stuhl’,  dessen Nuntiaturen ihn bei den Staaten vertreten. Drittens ist er das  Oberhaupt einer streng hierarchischen Kirche. Und diese Kirche mag auch  dazu viel beanspruchen, aber sie vertritt nicht mal alle Christen.</p>
<p><em>Zweifellos, der Vatikan sieht nicht angeschlossene  Glaubensgemeinschaften lediglich als kirchliche Gemeinschaften. Die  eigene Rolle wird als einzige und heilige Vertretung eines Gottes  angesehen. Also spricht Benedikt XVI. weder für Andersgläubige noch für  nichtkatholische Christen. Die Einladung ging aber auch von Protestanten  aus.</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> Die Konfessionsfreien haben Herrn Ratzinger  nicht eingeladen. Und all diese Aspekte hängen auch noch zusammen. Und  das ist unique. Keine andere Kirche und Religion hat so was aufzuweisen.  Weitere Grotesken wie der Gottkönig Dalai Lama oder der Chefayatollah  des iranischen Wächterrates sind anders gelagert.</p>
<p><em>Bleiben wir bei Benedikt XVI., denn der Chefayatollah ist ja noch nicht eingeladen. Was ist am Vatikan auszusetzen?</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> Es gibt einen Staat Vatikanstadt. Dessen  Staatsoberhaupt ist der Inhaber des ‘Heiligen Stuhls’. Das staatliche  Völkerrechtssubjekt Vatikanstadt ist eine absolute Wahlmonarchie. Das  Staatsoberhaupt wird von einem Konklave der Kardinäle der katholischen  Kirche gewählt, welche vom vorherigen Monarchen ernannt wurden. Der  Staat hat nur temporäre Staatsbürger, die vatikanischen Funktionsträger.  Davon gibt es aktuell  deutlich weniger als 1000 – und wohl fast alle  sind natürlich Männer.</p>
<p><em>Es gibt auch andere Länder mit wenigen Einwohnern, die als  Staaten und Völkerrechtssubjekte anerkannt sind. Und Einwohner sind  immer temporär, wenigstens auf Lebenszeit. Wo ist das Problem?</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> Die Person des Inhabers des ‘Heiligen  Stuhls’ ist selbst das Völkerrechtssubjekt, also eine – ja, so  unglaublich es klingt – nichtstaatliche souveräne Macht. Die  Apostolische Nuntiatur ist die diplomatische Vertretung des ‘Heiligen  Stuhls’, nicht des Staates Vatikanstadt. Alle Konkordate wurden mit dem  ‘Heiligen Stuhl’ geschlossen.</p>
<p><em>Also ist Benedikt XVI. ein Mensch und Völkerrechtssubjekt in Personalunion. An wen ging denn dann die Einladung?</em></p>
<p><strong>Ladwig: </strong>Ich hege die Vermutung, dass die Diplomaten  des Bundespräsidialamtes die Einladung Wulffs an den ‘Heiligen Stuhl’  adressiert haben. Diese zweite Funktion wird bislang öffentlich völlig  ignoriert. Damit wäre Ratzinger eben nicht als Staatsoberhaupt  eingeladen, sondern das nichtstaatliche Völkerrechtsubjekt ‘Heiliger  Stuhl’ selbst.</p>
<p><em>Warum fällt das keinem Menschen im Deutschen Bundestag auf?</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> Der Trick besteht darin, die erste und die  dritte Funktion nach Gusto zu verwenden, oft zu verwechseln und –  hinsichtlich des Vorwurfes der Verletzung der weltanschaulichen  Neutralität des Staates durch eine Papstrede vorm Bundestag -  bei  Bedarf auch gegeneinander auszuspielen. Da bringen es Unionsabgeordnete  fertig, in einem Wortbeitrag ihre Vorfreude über die Rede des  “Oberhauptes der katholischen Kirche” auszudrücken und Kritik daran als  despektierlich gegenüber einem “Staatsoberhaupt” zu inkriminieren.</p>
<p><em>Also andere Menschen müssen etwa oberste Vertreter von einem  Staatsgebiet, einem Staatsvolk und einer Staatsgewalt sein. So wie Wulff  oder auch weniger demokratisch legitimierte Personen. Benedikt XVI. ist  nun offenbar aus rechtlicher Perspektive der Staat selbst, sein  einziger Volksangehöriger und zugleich sein Oberhaupt. Das klingt  ziemlich verrückt, aber das wäre ja nichts Überraschendes mit Blick auf  die Kirche. Was gibt es sonst noch für Probleme?</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> In Parlamenten sollen Demokraten reden und  nicht Autokraten.  Rednerpulte im Bundestag sind keine Kirchenkanzeln.   Die Volksvertretung ist keine Missionsbühne.  Das gälte grundsätzlich  auch für den rein hypothetischen Fall,  dass da ein Reformpapst käme und  die römisch-katholische Kirche eine sympathische Organisation wäre.  Beide sind aber zudem alles andere als das. Gerade nach den Skandalen um  Heimkinder, sexuelle Übergriffe und deren Vertuschung oder auch den  Bischof Walter Mixa und die Weisenkinder wäre natürlich ein Kotau des  Bundestages vor Ratzinger ein besonders absurder kirchlicher Triumph.</p>
<p><em>Wenn man nun annähme, dass man die Verantwortung dafür nicht  direkt und unmittelbar dem einstigen Joseph Ratzinger als zentralem und  oberstem Vertreter der Kirche anlasten soll.</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> Mit Ratzingers Rederecht im Bundestag  hofiert die Volksvertretung einen absoluten Monarchen, ein  Kirchenoberhaupt, welches innerkirchlich die Exorzistenausbildung  verstärkt hat  und  nach außen von einer angeblichen “Vernunft des  Glaubens” schwafelt.  Ein Kirchenoberhaupt, welches den rechtsextremen  Rand  der katholischen Kirche wie etwa Opus Dei oder die  Piusbruderschaft fördert  und sogar Leugner der historischen Tatsache  der Ermordung der europäischen Juden rehabilitiert. Das Oberhaupt einer  Kirche, die Frauen diskriminiert, gegen Homosexuelle hetzt, gegen  Verhütung wettert, Sexualstraftäter schützt und Straftaten vertuscht.   Eine Kirche, die sich über dem weltlichen Recht stehend und als Teil des  “göttlichen Mysteriums” begreift. Deren Vatikanbank hingegen profan  Mafiagelder gewaschen hat. Es ist ein Akt  schamloser Dreistigkeit,  ausgerechnet diesem Religionsvertreter ein Forum vor der Volksvertretung  zu geben.</p>
<p><em>Die zahllosen unhaltbaren Positionen der Kirche sollten doch  hinlänglich bekannt sein. Nun soll Benedikt XVI. aber doch reden, das  ist eine Entscheidung eines demokratisch legitimierten Gremiums. Es  könne sogar noch weitere Reden von Religionsvertretern geben, meinten  Bundestagsabgeordnete.<br />
</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> Erneut: das Rednerpult im Bundestag ist  keine Missionsbühne. Deshalb ist es besonders aberwitzig, wenn manche   Politiker meinen, die Verletzung der Trennung von Staat und Religion  durch eine Papstrede im  Bundestag ließe sich ausgerechnet dadurch  “heilen”, dass in Zukunft weitere Vertreter anderer Kirchen und   Religionen  vor dem Bundestag reden. Das folgt einer ‘Logik’, nach der  die Addition von möglichst vielem Falschem  dann plötzlich qualitativ  etwas Richtiges ergebe.</p>
<p><em>Deshalb gab es ja auch vereinzelte Kritik seitens einiger Parlamentarier.</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> Erschreckend ist, wie brachial die wenigen  kritischen Stimmen in den Fraktionen niedergemacht wurden. Noch übler  ist allerdings die beobachtbare Tatsache, dass sich nahezu alle zart  kritischen Parlamentarier tatsächlicher einschüchtern ließen.</p>
<p><em>Was folgt nun?</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> Ratzinger wird also im September 2011 vor  dem Bundestag  eine Rede schwingen – außerhalb der Sitzungswoche.  Abstrus ist es, wenn diese einseitige Kommunikation – da redet einer und  die anderen sind nur Staffage – als “willkommenes Gespräch” bezeichnet  wird – so, als  ob Ratzinger seine Ansichten zur Aussprache stellte und  es Möglichkeit gäbe, Widerspruch anzumelden. Wird der  Bundestagspräsident Ratzinger als ‘Heiliger Vater’ bezeichnen, bzw. mit  ‘Eure Heiligkeit’ titulieren?  Werden Politikerinnen oder  Politikergattinnen sich bei  einer Audienz das Haupthaar verhüllen?  Allein auf diesen symbolischen Ebenen wird die Trennung von Staat und  Religion verletzt.</p>
<p><em>Vielen Menschen scheint seine Meinung immerhin noch etwas zu bedeuten.</em></p>
<p><strong>Ladwig:</strong> Was wird Ratzinger in seiner Rede sagen? Er  wird sicher nicht die Monarchie als Staatsform anpreisen. Dabei wäre das  in konsequenter Weise seine Rolle als Staatsoberhaupt des Staates  Vatikanstadt.  Was hat ein Antidemokrat denn Demokraten in der   Volksvertretung mitzuteilen? Wenn katholische Abgeordnete in ihrem  Privatleben dem Papst lauschen wollen, haben sie in Veranstaltungen  der  Kirche ausreichend Gelegenheiten dazu. Und wer Hindupriester, Imame  oder Regentanzschamane erleben möchte sollte auch diese nicht der  Volksvertretung aufzwingen.</p>
<p>Rudolf Ladwig ist seit 1995 Mitglied im Internationalen Bund der  Konfessionslosen und Atheisten. Die Organisation von konfessionsfreien  Menschen hat in Deutschland rund 1.000 Mitglieder und ist vor allem in  Nordrhein-Westfalen aktiv. Außerdem ist Ladwig Mitglied im Vorstand des  KORSO.</p>
<p>Quelle: http://www.wissenrockt.de/2010/12/22/was-hat-ein-antidemokrat-den-demokraten-mitzuteilen-13831/</p>
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		<title>FR-Gastbeitrag: Die Caritas-Legende</title>
		<link>http://www.korso-deutschland.de/2010/12/19/fr-gastbeitrag-die-caritas-legende/</link>
		<comments>http://www.korso-deutschland.de/2010/12/19/fr-gastbeitrag-die-caritas-legende/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 23:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Frankfurter Rundschau: Die Kirchen kommen nur zu einem Drittel für das auf, was ihnen von der Öffentlichkeit als eigene Leistung zugeschrieben wird. Das ist undemokratisch und unredlich, findet unser Gastautor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kirchen kommen nur zu einem Drittel für das auf, was ihnen von der Öffentlichkeit als eigene Leistung zugeschrieben wird. Das ist undemokratisch und unredlich, findet unser Gastautor.</p>
<p>„Formal sieht es so aus, dass die Kirchen und ihre beiden Wohlfahrtsverbände die größten nichtstaatlichen Träger im Bereich des Gesundheits- und Sozialsystems in Deutschland sind. So wurden zum Beispiel im Jahr 2009 zwei Drittel der 50000 Kindertageseinrichtungen von freien Trägern betrieben. Mehr als die Hälfte dieser Kitas wiederum befinden sich in der Trägerschaft der Kirchen; aufs Gesamte gerechnet befinden sich also 36 Prozent der Kinder in konfessioneller Obhut. Dies aber ist nur ein Beispiel für eine Legende, die „Caritas-Legende“. Wenn an einem Kindergarten steht: „Kindertagesstätte der Kirchengemeinde St. Hedwig“, so heißt das eben nicht, dass die Kirchengemeinde diese Kita auch finanziert.</p>
<p>Für konfessionelle Kindertagesstätten gaben der Staat und damit alle Steuerzahler 2009 insgesamt 3,9 Milliarden Euro aus. Die Finanzierungsregeln sind Sache der Länder, die sie unterschiedlich handhaben. In Hamburg oder Bayern werden christliche Kitas ohne Geld der Kirchen betrieben, in Nordrhein-Westfalen steuern sie zwölf Prozent zu den Etats „ihrer“ Kitas bei. Mehr ist es nicht. Aber die Kirchen werden nicht müde zu beteuern, dass sie die Kirchensteuer für die kirchlichen Krankenhäuser, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen brauchen. Das glauben dann auch die wohlmeinenden Christen.</p>
<p>In einer repräsentativen Umfrage unter Kirchenmitgliedern, ob sie aus der Kirche austreten würden, wenn die Kirchen nur wenig von der Kirchensteuer an ihre sozialen Einrichtungen geben würden, sagten 47 Prozent der Befragten: Wenn das so wäre – wie es ist –, würden sie aus der Kirche austreten. In der Altersgruppe der 14- bis 27-Jährigen sagten das sogar 60 Prozent. Das könnte erklären, warum die Kirchen über die öffentlichen und staatlichen Finanzierungen ihrer Sozial- und Gesundheitseinrichtungen schweigen oder sogar die Unwahrheit schreiben.</p>
<p>Verbindung zwischen Staat und Kirche wird enger</p>
<p>Alles in allem flossen im vergangenen Jahr 19,3 Milliarden Euro an die Kirchen. Davon sind 9,3 Milliarden Euro Kirchensteuern von Mitgliedern der evangelischen und katholischen Kirche. Die anderen zehn Milliarden verteilen sich auf Zuweisungen, Kostenübernahmen, Zuschüssen des Staates. Es gibt so gut wie keinen Gesellschaftsbereich, in dem kirchliche Einrichtungen beziehungsweise Leistungen, die ausschließlich für die Kirchen nützlich sind, nicht weitgehend, teilweise komplett aus Steuergeldern finanziert werden.</p>
<p>So bekamen theologische Fakultäten, kirchliche Fachhochschulen, Ausbildungsstätten für die Kirchenmusik 510 Millionen Euro. Für den Religionsunterricht an den Schulen gibt der Staat 1,7 Milliarden Euro aus. Auch Konfessionsschulen werden größtenteils von den Bundesländern finanziert. Sie übernehmen zwischen 84 und 95 Prozent der Kosten, die sich insgesamt auf 2,3 Milliarden Euro im Jahr belaufen. Die kirchliche Erwachsenenbildung erhält rund 100 Millionen Euro. Und zur „Auslandsarbeit“ der beiden deutschen Großkirchen, zu den christlichen Hilfs- und Missionswerken steuert der Staat 270 Millionen Euro bei. Das markanteste Beispiel für die staatliche Finanzierung kirchlicher Angelegenheiten sind die sogenannten „Staatsleistungen“. Sie beruhen auf Rechtstiteln aus feudaler Zeit, als eine Identität von adeligen und kirchengemeindlichen Interessen galt. 1918/19 wurde mit dem Ende der Monarchie auch das Ende der (evangelischen) Staatskirche verfügt. Das Programm hieß „Freie Kirche im freien Staat“ und hatte zum Ziel, die Verbindungen zwischen Staat und Kirche auch finanziell komplett zu beenden. Der Verfassungsauftrag, jene alten Verträge zu beenden, wird seit 1919 missachtet.</p>
<p>Staatskirchenrechtler haben diesen „Ablösungsbefehl“, wie er von Wissenschaftlern genannt wird, in eine Bestandsgarantie umgebogen. So wurden 2009 vom Staat auch 443 Millionen Euro an Personalzuschüssen gezahlt; unter anderem bekommen katholische Bischöfe und Erzbischöfe ihr Gehalt vom Staat.</p>
<p>Die Verbindungen zwischen Staat und Kirche sind also, im Widerspruch zu jenem Verfassungsauftrag, wieder enger geworden. Die Kirchen kommen nur zu einem Drittel für das auf, was ihnen von der breiten Öffentlichkeit als eigene Leistung zugeschrieben wird. Das ist nicht nur undemokratisch, sondern auch unredlich.</p>
<p>Eine zeitgemäße, demokratische Klärung des Verhältnisses von Staat und Kirche in Deutschland ist überfällig. Dabei muss der erste Schritt sein, staatliche Transfers einzustellen, die sich aus angeblichen Verpflichtungen den Kirchen gegenüber ergeben. Neben den Zuschüssen zu den Personalkosten sind das Bau-Subventionen für rund 3000 Gotteshäuser, die sich im vergangenen Jahr auf 100 Millionen Euro beliefen. Beide Zahlungen beruhen auf einer feudalen Identität von Monarchie und Kirche (Einheit von Thron und Altar), die seit 1919 nicht mehr besteht.</p>
<p><em>Carsten Frerk ist 2. Vorsitzender im Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO). Sein „Violettbuch Kirchenfinanzen – Wie der Staat die Kirchen finanziert“ ist im Alibri Verlag erschienen.</em></p>
<p>Quelle: http://www.fr-online.de/politik/meinung/die-caritas-legende/-/1472602/5027372/-/index.html</p>
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		<title>HVD: Ein Schritt vor, zwei zurück</title>
		<link>http://www.korso-deutschland.de/2010/12/01/hvd-ein-schritt-vor-zwei-zuruck/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 23:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) kritisiert das fortdauernde Kondomverbot durch die Katholische Kirche. „Man könnte darüber lachen, wenn es nicht für unzählige Menschen so fatale Folgen hätte: Der Papst ist bereit, im Falle von Prostituierten – seien diese nun männlich, weiblich oder transsexuell – eine Ausnahme vom Verbot der Kondombenutzung zuzulassen. Andere Gruppen bleiben außen vor."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) kritisiert das fortdauernde Kondomverbot durch die Katholische Kirche.</p>
<p>„Man könnte darüber lachen, wenn es nicht für unzählige Menschen so  fatale Folgen hätte: Der Papst ist bereit, im Falle von Prostituierten –  seien diese nun männlich, weiblich oder transsexuell – eine Ausnahme  vom Verbot der Kondombenutzung zuzulassen. Andere Gruppen bleiben außen  vor: Die Frauen, die durch HIV-positive Männer infiziert werden; die  Familien, die ein weiteres Kind nicht ernähren können, denen die für sie  gerade noch bezahlbare Methode der Empfängnisverhütung durch Kondome  aus religiösen Gründen aber verwehrt bleibt. Hier zeigt sich erneut die  menschenverachtende Haltung der Katholischen Kirche, die das Leid  Unzähliger in Kauf nimmt, nur um nicht an ihren Dogmen zu rütteln“, so  Frieder Otto Wolf, amtierender Präsident des HVD.</p>
<p>Auch positive Interpretationen, wie die des Vorsitzenden der Deutschen  Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitsch,  gerade diese Stellen des  Interviews würden die tiefe Einfühlsamkeit des Papstes zeigen, der sich  auch in schwierige Lebenslagen von Menschen hineindenkt, „ändern nichts  an der Tatsache, dass der Papst seine fundamentalistischen Positionen  auch in dem soeben veröffentlichten Interview-Band bekräftigt. In diesem  Sinne muss man konstatieren: Hier wurde die Chance vertan, katholische  Glaubensgrundsätze der heutigen Realität anzupassen.“</p>
<p>Quelle: http://humanismus.de/aktuelles/ein-schritt-vor%2C-zwei-zur%C3%BCck</p>
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		<title>HVD kritisiert Bundeskanzlerin Angela Merkel</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 23:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[wissenrockt.de: Der Humanistische Verband Deutschland hat die Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert. Beim Bundesparteitag in Karlsruhe sagte die religiöse Politikerin zuvor: „Wir haben nicht ein Zuviel an Islam, sondern ein Zuwenig an Christentum."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Humanistische Verband Deutschland hat die Äußerungen von  Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert. Beim Bundesparteitag in  Karlsruhe sagte die religiöse Politikerin zuvor: „Wir haben nicht ein  Zuviel an Islam, sondern ein Zuwenig an Christentum.&#8221;</p>
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<p>Gegen Merkels Position wandte sich heute Frieder Otto Wolf, der als  amtierender Präsident des HVD erklärte: „Diese Aussage ist jedoch ein  Affront gegen die größte Bevölkerungsgruppe, nämlich derjenigen, die  sich keiner Religion zugehörig fühlt. Soll diese künftig missioniert  werden?“ Wolf wollte darüber hinaus wissen, auf welches Christentum sich  die Bundeskanzlerin mit ihren Worten beziehen will.</p>
<p>„Meint sie etwa die von Missbrauchsskandalen gezeichnete Institution,  von der die Mitglieder sich in Massen abwenden?“, fragte er mit Blick  auf die Amtskirchen. Nach Bekanntwerden zahlreicher Missbrauchsfälle  durch kirchliche Funktionsträger in vor allem den Einrichtungen der  katholischen Kirche hatten sich, nicht zuletzt aufgrund einer  innerkirchlich lang etablierten Vertuschungspraxis, deutlich mehr  Menschen als normal von den religiösen Organisationen abgewandt.</p>
<p>Auf die Forderung Merkels, dass die Deutschen mehr über die  christlich-jüdische Traditionen in Deutschland sprechen müssten,  antwortete Wolf: „Wenn diese Gespräche unideologisch, auf der Basis von  Fakten geführt werden, wird man schnell zu der Erkenntnis gelangen, dass  es noch weitere identitätsstiftende Traditionen gibt, auf die  Deutschland sich berufen kann.“ Grundsätzlich begrüße er aber diese  Anregung.</p>
<p>In den vergangenen Wochen hatten zahlreiche führende Politiker in  Deutschland die christliche Religion als tragendes Leitmotiv einer  Debatte um die zukünftige Wertekultur in Deutschland beschworen. Dabei  wurde von Vertretern der Kirchenparteien und des Klerus auch zunehmend  der Einfluss der jüdischen Religionsgemeinschaft genannt, obwohl diese  auch nach Ansicht des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt (SPD) aufgrund der christlichen Lehren vom „Jesusverräter“ während der vergangenen Jahrhunderte die am meisten verfolgte Gruppierung in Europa gewesen ist.</p>
<p>Auch nichtreligiöse Menschen waren bis zur Gründung der  Bundesrepublik Deutschland immer wieder massiven Anfeindungen ausgesetzt  gewesen. Bedeutende Organisationen von Freidenkern und Humanisten in  Deutschland wurden im Nationalsozialismus verboten und haben sich nach  Kriegsende bis heute nicht davon erholt.</p>
<p>Wolf betonte darum schließlich, dass das Augenmerk in der  öffentlichen Debatte vor allem auf eine weniger von spezifischen  Religionen zu vereinnahmende Tradition liegen muss. „Hier ist vor allem  die Aufklärung zu nennen, der wir nicht zuletzt die Grundgedanken von  Selbstbestimmung und Toleranz, von unteilbaren Menschenrechten  verdanken. Diese Ideen mussten gegen den Widerstand der christlichen  Kirchen durchgesetzt werden“, so Frieder Otto Wolf.</p>
<p>Bis Mitte des letzten Jahrhunderts hatte etwa der Vatikan die  Allgemeine Erkärung der Menschenrechte als gotteslästerliche Anmaßung  verurteilt. Die europäische Menschenrechtskonvention wurde bis heute  nicht vom Papst unterzeichnet.</p>
<p>Quelle: http://www.wissenrockt.de/2010/11/18/hvd-kritisiert-bundeskanzlerin-angela-merkel-12228/</p>
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