„Gleiches Recht bei gleicher Arbeit“

KORSO-Vorsitzender Frieder Otto Wolf begrüßte ersten Aktionstag gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz

Der erste „Aktionstag gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“ ist vom Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO) begrüßt worden. Frieder Otto Wolf, Vorsitzender des KORSO, sagte dazu am Freitag in Berlin: „Die vielfältige Benachteiligung von konfessionsfreien und nichtreligiösen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch die traditionellen Privilegierungen von Religionsgemeinschaften in der deutschen Gesetzgebung gehört heute mehr denn je auf den Prüfstand der Politik.“

Der erste Aktionstag gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz wurde vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten und der Giordano-Bruno-Stiftung initiiert und soll morgen in 15 Städten durchgeführt werden, um öffentlich auf Missstände am Arbeitsmarkt aufmerksam zu machen und in der Bevölkerung für eine Reform der deutschen Gesetzgebung zu werben.

„Gleiches Recht bei gleicher Arbeit, so sollte aus meiner Sicht der Grundsatz lauten, der für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Bundesrepublik Deutschland gilt“, sagte Wolf weiter.

„Doch durch die heutige Gesetzeslage werden große Gruppen berufstätiger Menschen ebenso benachteiligt wie eine große Zahl freier Träger von Einrichtungen im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen, die nicht die besonderen Privilegierungen der christlichen Kirchen und anderer Konfessionsgemeinschaften besitzen.“

Der Aktionstag gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz sei somit aus Sicht aller im KORSO zusammengeschlossenen Organisationen zu begrüßen. Wolf: „Es geht um fundamentale Grund- und Menschenrechte, konfessionsfreier wie konfessionell gebundener Menschen. Während die systematische Benachteiligung nichtreligiöser Menschen seit langem offenkundig ist, zeigen sich heute zunehmend auch die Nachteile der geltenden Rechtslage für Angehörige konfessioneller Gemeinschaften selbst, wie wiederverheiratete Arbeitnehmer oder die Menschen, die ihren Glauben ohne Bindung an eine Kirche oder andere traditionelle Religionsgemeinschaften leben wollen. Hier wird es also Zeit für Veränderungen.“

Frieder Otto Wolf rief deshalb alle Konfessionsfreien in Deutschland dazu auf, den ersten Aktionstag gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz zu unterstützen und sich kontinuierlich und konstruktiv für den Abbau von allen ungerechtfertigten Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt einzusetzen.

Download: Pressemitteilung vom 7. September 2012 (PDF)

Weiterführende Informationen


1. Webseite der „Kampagne gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“